Allgemeines:
Mansarddächer besitzen eine gebrochene Dachfläche, deren unterer Teil steiler, deren oberer Teil flacher gehalten ist.
Für die Ermittlung der Dachneigungen gibt es verschiedene Verfahren, die als Anhaltspunkte dienen können. Verwerflich ist immer eine zu steile, fast senkrechte Neigung der unteren Dachfläche und im Zusammenhang damit ein sehr flaches oberes Dach.
Bei ausgebauten Mansarden wird diese als Kehlbalkendach, bei unausgebauten als Pfettendach ausgebildet, das obere Dach immer als Pfettendach.
Die Ausführung mit Kniestock ist möglich, ebenso ein Höherlegen des Dachknickes über die Kehlbalkenlake (dann oberer Kniestock).
Bei ausgebauten Mansarden können durchgehende Einzelbinder entfallen, sie werden durch die Scheidewände aus Fachwerk ersetzt.
Das oft ausgeführte Herunterschleppen der oberen Dachfläche zur Überdeckung der Dachfenster ist aus schönheitlichen Gründen (oftmalige Unterbrechung des Mansardgesimses) ganz verwerflich. Die Eindeckung der Dachfenster muss aus der unteren Dachfläche herauswachsen.
