King's Cross Station in London

Der Kopfbahnhof King’s Cross ist seit 1852 einer der wichtigsten Bahnhöfe Londons. Von Lewis Cubitt im viktorianischen Stil erbaut, bildet er mit dem benachbarten Fernbahnhof St. Pancras und der U-Bahnstation für sechs Linien einen stark frequentierten Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs. Weil Cubitts Ursprungsbau die steigende Zahl von Fahrgästen schon lange nicht mehr aufnehmen konnte, entschied der Bauherr Network Rail, den Bahnhof zu modernisieren. Einen städtebaulichen Masterplan hatten die Architekten bereits 1998 zusammen mit Arup entwickelt. Nach dessen Vorgabe ist die neue Bahnhofshalle in den Westen gerückt und vor allem für abfahrende Passagiere gedacht. Der neue »Western Concourse« beeindruckt durch sein skulpturales weißes Tragwerk. In einem eingeschobenen Baukörper haben sich Geschäfte und Restaurants eingemietet, im gegenüber liegenden historischen »Western Range Building« sind die Ticketschalter untergebracht. Hier wurde der denkmalgeschützte Bau behutsam in seine ursprüngliche Gestalt zurückgeführt. Vor seiner Ziegelfassade scheint nun ein Geflecht aus weißen Stahlstützen aus dem Boden zu wachsen, das sich nach oben verzweigt und zu einem geschwungenen Dach aufweitet. Gedeckt ist dieses mit Aluminiumpaneelen und Glas im Zentrum und an den Rändern, durch das Licht auf die bestehende Fassade fällt.

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